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Differenzierung, die im ganzen Kollegium ankommt

Felix Weiß ist Gründer und Geschäftsführer von to teach , das seit 2024 Teil von fobizz ist. Mit to teach erstellen Lehrkräfte in wenigen Minuten fertige, differenzierte Unterrichtsmaterialien – vom Arbeitsblatt bis zum kompletten Unterrichtsverlauf entlang des Lehrplans. Im Interview erklärt er, warum die eigentliche Entlastung nicht bei der Technik anfängt, sondern bei der Frage, wie viel Zeit Lehrkräfte für Vorbereitung verlieren.

Herr Weiß, Unterrichtsvorbereitung gilt als der stille Zeitfresser im Lehrberuf. Wie groß ist das Problem wirklich?

Größer, als viele von außen denken. Die Zeit vor der Klasse ist nur ein Teil der Arbeit – Planung, Materialsuche, Differenzierung und Aufbereitung nehmen einen erheblichen Anteil des Arbeitstags ein. Und genau dieser Teil ist oft der frustrierendste, weil er sich abends und am Wochenende stapelt. Wenn eine Lehrkraft für eine einzige gut differenzierte Stunde mehrere mehrfach differenzierte Inhalte benötigt, ist das schnell ein halber Nachmittag. Das ist Zeit, die für die Schülerinnen und Schüler selbst fehlt.

Und da setzt to teach an?

Genau. Mit to teach erstellen Lehrkräfte passende Materialien zu jedem Thema in wenigen Minuten – vom einzelnen Arbeitsblatt über Übungsaufgaben bis hin zum vollständigen Unterrichtsverlauf entlang des Lehrplans. Das Entscheidende ist die Differenzierung und Formatvielfalt: Dieselbe Aufgabe lässt sich auf Knopfdruck mehrfach differenzieren, sei das im Format, in der Sozialform oder in mehreren Niveaustufen – für die leistungsstarke wie für die schwächere Gruppe. Und Lehrkräfte können eigene Inhalte einbringen und anpassen, statt bei null anzufangen. Das Ergebnis ist fertig einsetzbar, als Word, PowerPoint, PDF für den Druck oder interaktiv.

Differenzierung ist an vielen Schulen der wunde Punkt. Warum?

Weil Klassen heterogener sind als je zuvor und Differenzierung in der Theorie selbstverständlich, in der Praxis aber enorm zeitaufwändig ist. Jede Lehrkraft weiß, dass sie eigentlich drei Varianten bräuchte – und hat die Zeit für eine. Genau diese Lücke schließen wir. Wenn Differenzierung nur noch wenige Minuten kostet statt einen halben Nachmittag, wird aus einem guten Vorsatz gelebte Praxis. Das ist für uns der eigentliche Hebel: nicht mehr Technik, sondern mehr Zeit für das, was zählt.

Können Sie ein konkretes Beispiel geben, wie das im Alltag aussieht?

Nehmen Sie eine Deutschlehrkraft, die eine Doppelstunde zu einer Kurzgeschichte plant. Die Herausforderung ist selten der gute Einfall, sondern das Drumherum: einen passenden Text finden, Aufgaben in verschiedenen Niveaustufen vorbereiten, alles sauber aufbereiten. Genau diese Arbeit kann sie sich mit to teach zu einem großen Teil abnehmen lassen und bekommt eine Grundlage, die sie an ihre Klasse anpasst. Inhalte können im Sprachniveau angepasst, in der Komplexität und im Format verändert oder sogar für den Einsatz mit dem Audiostift exportiert werden. Wichtig ist mir dabei: Die Lehrkraft bleibt diejenige, die pädagogisch entscheidet, was zu ihren Schülerinnen und Schülern passt. Die Technik übernimmt die Fleißarbeit, nicht die Entscheidung, was zu “meinen” Lernenden passt. Das heißt Lehrkräfte bleiben weiterhin die entscheidende Kontrollinstanz und werden befähigt, Inhalte angemessen für ihre Klasse aufzubereiten. Das ist für Schulleitungen ein relevanter Punkt, wenn es um die Frage geht, wie ein Kollegium KI sinnvoll und nicht beliebig einsetzt.

Für Schulleitungen: Warum ist das ein Thema fürs Kollegium, nicht nur für einzelne Lehrkräfte?

Weil Entlastung nur wirkt, wenn sie im ganzen Kollegium ankommt. Einzelne Lehrkräfte finden ihre Werkzeuge ohnehin. Aber wenn eine Schule ihren Kolleginnen und Kollegen ein gemeinsames, datenschutzkonformes Werkzeug an die Hand gibt, mit dem alle ohne Vorkenntnisse arbeiten können, entsteht ein Standard – und die Entlastung wird planbar. Als Teil von fobizz ist to teach dabei kein isoliertes Tool, sondern Teil eines Gesamtangebots aus Fortbildung, digitalen Werkzeugen und Materialien.

Was möchten Sie den Schulleitungen mit auf den Weg geben?

Schauen Sie beim Thema Digitalisierung nicht nur auf die großen Schlagworte, sondern auf die konkrete Entlastung im Alltag. Die Frage „Wie viel Vorbereitungszeit gewinnen meine Lehrkräfte zurück und welchen Mehrwert erfahren meine Lernenden dadurch?“ ist am Ende wichtiger als jede Technikdebatte. Kommen Sie gern an unserem gemeinsamen Stand mit fobizz vorbei und probieren Sie es direkt aus – wir zeigen Ihnen in fünf Minuten, wie eine fertige Stunde inklusive differenzierter Materialien entsteht.

Über den Interviewpartner

Felix Weiß ist CEO und Mitgründer von to teach, einer weltweit genutzten Plattform, die Künstliche Intelligenz für die schulische Praxis nutzbar macht. Mit über 200.000 Lehrkräften in mehr als 100 Ländern zeigt to teach, wie personalisiertes Lernen einfach, effizient und ohne technische Hürden gelingt. In seinem Vortrag gibt Felix Weiß Einblicke, wie KI Lehrkräfte konkret entlasten, Schüler*innen individuell fördern und Schule smarter gestalten kann – pragmatisch, datensicher und zukunftsweisend.