Masterclass

Warum wir gründlich prüfen, aber selten

Wie Sie an Ihrer Schule häufiger sichtbar machen, wo Schülerinnen und Schüler stehen und was KI daran gerade ändert.
Infos
Donnerstag, 12.November 2026
15:35–15:55 Uhr

Beschreibung

An deutschen Schulen wird anspruchsvoll geprüft: erläutern, begründen, erörtern. Genau das kostet Korrekturzeit. Und deshalb entscheidet nicht die Didaktik, wie oft ein Kind Rückmeldung bekommt, sondern der Korrekturstapel. Zwei- oder dreimal je Fach und Halbjahr erfahren Schüler, wo sie stehen und weil es so selten ist, hängt fast immer eine Note daran, die verdrängt, was als Feedback daneben steht. Das hatte einen guten Grund: Häufiger war es nicht zu leisten. Der Grund fällt gerade weg. Möglich wird, was die Lernforschung lange empfiehlt und was bisher an der Korrekturzeit gescheitert ist: öfter Rückmeldung, ohne Note. Offen bleibt dann eine Frage, die nie jemand entschieden hat: Welche Rückmeldung braucht eigentlich eine Note?

Takeaways & Key Learnings

Die Teilnehmenden verstehen, warum an ihrer Schule seltener Lernstände erhoben werden, als sie es selbst für richtig halten: nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil gute Aufgaben aufwendig sind, im Erstellen wie im Korrigieren. Über die Häufigkeit entscheidet somit nicht die didaktische Relevanz, sondern das Zeitbudget. Und sie reflektieren die Folge: Weil Rückmeldung selten ist, trägt fast jede eine Note • und die Note verdrängt das qualitative Feedback, welches daneben steht und welches zum Lernfortschritt eigentlich beiträgt.

Jan Rihak

Jan Rihak

Geschäftsführer Classtime AG
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Donnerstag, 12.November 2026
15:35–15:55 Uhr