Daniel Stanislaus
ChangeWriters e.V.
Schulleitungen stehen vor der Aufgabe, Schulen unter komplexen und sich stetig verändernden Bedingungen sicher zu führen. Zentrale Grundlage wirksamer Führung ist dabei eine tragfähige Beziehungskultur im Kollegium. Aktuelle Erkenntnisse aus Bildungsforschung, Organisationspsychologie und Führungsforschung zeigen, dass wertschätzende Beziehungen maßgeblich dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen, Motivation zu stärken und Entwicklungsprozesse nachhaltig zu verankern.
Im ersten Teil des Workshops erhalten die Teilnehmenden eine kurze wissenschaftliche Einordnung, die aufzeigt, weshalb Beziehungskultur kein „weicher Faktor“, sondern eine zentrale Führungsressource im schulischen Kontext ist. Die Verbindung von Beziehung, Führungshandeln und Wirksamkeit wird dabei praxisnah und anschlussfähig für den Schulalltag dargestellt.
Im zweiten Teil steht das praktische Erproben im Mittelpunkt. In einer erfahrungsorientierten Methode erleben die Teilnehmenden typische Führungssituationen aus dem Schulalltag und reflektieren im kollegialen Dialog, welche Wirkung unterschiedliches Führungsverhalten auf das Kollegium entfalten kann. Dabei wird sichtbar, welche Haltungen und Handlungen Sicherheit geben, Zusammenarbeit fördern und Entwicklung ermöglichen – und welche unbeabsichtigten Effekte Unsicherheit oder Widerstand verstärken können.
Der Workshop verbindet wissenschaftliche Fundierung mit erfahrungsbasiertem Lernen und unterstützt Schulleitungen dabei, ihre eigenen Führungskompetenzen bewusster wahrzunehmen, weiterzuentwickeln und gezielt einzusetzen. Beziehung, Kommunikation und Dialog werden als zentrale Führungsinstrumente erfahrbar – konkret, praxisnah und direkt übertragbar in den Schulalltag.