Praxisforum

Daten als Kompass

Wie datengestützte Qualitätsentwicklung die Lücke zwischen Schulentwicklung und Unterrichtspraxis schließt
Infos
Freitag, 13.November 2026
11:15–12:15 Uhr

Beschreibung

Strukturreformen gelingen auf dem Papier – und scheitern im Klassenraum. Die Ursache ist bekannt, die Lösung weniger: Schuldaten werden erhoben, aber nicht systematisch in konkrete Unterrichtsentwicklung überführt. Dieser Impulsvortrag zeigt, warum das so ist – und wie es anders geht. Ausgehend vom aktuellen SWK-Gutachten, das ausdrücklich vor einer uferlosen „Datafizierung" warnt und stattdessen fokussierte, ganzheitliche Entwicklungsförderung einfordert, beleuchtet der Vortrag, was wirksame Datennutzung tatsächlich bedeutet. Forschungsbefunde des SLATE-Zentrums der Universität Bergen zeigen, welche Potenziale Learning Analytics für formative Lernprozesse bieten. Die international beachtete norwegische Bildungsforscherin Sølvi Lillejord benennt den entscheidenden Gelingensfaktor: Externe Daten wirken nur dann, wenn Schulleitungen Strukturen schaffen, die sie mit dem Erfahrungswissen der Lehrkräfte vor Ort verknüpfen. Der Vortrag richtet sich direkt an Schulleitungen – mit einer klaren Botschaft: Data Literacy und kollaborative Datenkultur sind keine technischen Zusatzaufgaben, sondern Kernaufgaben moderner Schulführung. Daten als Kontrollinstrument? Das ist von gestern. Daten als Kompass für gemeinsames pädagogisches Handeln – das ist die Richtung. Im Anschluss an die Impuls-Keynote steigt Udo Michallik gemeinsam mit Anja Bensinger-Stolze (Vorstandsmitglied der GEW) in eine kontroverse Diskussion zum Thema ein. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven herausgearbeitet und zentrale Streitfragen pointiert debattiert.

Udo Michallik

Udo Michallik

Staatssekretär a.D. und Generalsekretär der KMK
Anja Bensinger-Stolze
© GEW

Anja Bensinger-Stolze

Vorstandsmitglied für Schule - GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
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Freitag, 13.November 2026
11:15–12:15 Uhr