News

Raus aus dem Teufelkreis

Interview: Wie Sie Stress und Druck in Erfolg und Wohlbefinden verwandeln können, berichtet Ihnen der Coach und Trainer Steven Graf Töteberg, der 2021 einer unserer Top-Speaker war und der seine Arbeit mit anderen Menschen liebt, weil sie körperliches und seelisches Wohlbefinden nachhaltig verbessert.

„Ich kann nicht mehr!“ Damit es bei Ihnen als Schulleitung nicht so weit kommt, nimmt Sie Steven Graf Töteberg mit in die Welt der richtigen Balance von Anspannung und Entspannung. Er zeigt Ihnen, wie Sie als Schulleitung mit Stress richtig umgehen, damit Sie noch lange und gerne Ihren Beruf ausüben. Nach diesem Praxisforum wissen Sie, wie man priorisiert und den Fokus nicht verliert

Herr Töteberg die Corona-Pandemie verlangt uns allen eine Menge ab. Wie können Schulleitungen in dem Wirrwarr zwischen Schulschließungen, Homeschooling, Wechselunterricht, Selbsttests und Präsenzunterricht den Überblick behalten und nicht im Stress versinken?

Töteberg: Ja, das ist in der Tat eine große Herausforderung. Den Überblick behalten Sie wenn sie in Ruhe bleiben, mental und körperlich. In Ruhe bleibt man wenn man immer wieder innehalten kann. Dem würde sicher jeder zustimmen und jeder kennt es auch in gewissen Situationen in seinem Leben: das Innehalten. Allerdings ist es im Berufsalltag für einen Schulleiter oder eine Schulleiterin doch nur ein Wort ohne gefühlte Bedeutung. Und genau darum geht es hier – diesen Begriff erlebbar zu machen und zu erkennen welche guten Auswirkungen das Praktizierte innehalten auf unser ganzes Wesen hat in diesen wilden und ungewohnten Zeiten.

Sie arbeiten in Ihren Seminaren und Workshops mit der Alexander-Technik. Wie sind Sie mit dieser Technik in Berührung gekommen?

Töteberg: Ich bin einem Musiker 1995 begegnet, der mich so durch seine Ausstrahlung und ruhige aber sehr energetische Art fasziniert hat. Diese Person war ein Paradebeispiel eines Menschen der in sich ruht und mit beiden Füßen auf dem Boden steht. Das hat mich damals extrem beeindruckt – Ich fand heraus dass dafür die Alexander-Technik quasi verantwortlich war, und habe selber vier Jahre lang weltweit die Methode Studiert. Seitdem praktiziere und lehre ich die Alexander-Arbeit.

Ist diese Technik individuell einsetzbar?

Töteberg: Ja und Nein. Die komplexe Alexander-Methode kann man nicht in 5 Minuten lernen, und auch nicht in einem Workshop oder Seminar vermitteln, das ist unmöglich denn wir haben es mit hausgemachten alteingesessenen lebenslangen Gewohnheiten zu tun. Aber: das oben erwähnte innehalten, und zum Beispiel Dinge langsam auszuführen (was einem meistens zuerst einmal widerstrebt) das kann man tatsächlich sofort üben, ausprobieren und anwenden. Es ist erstaunlich zu sehen, dass in den Seminaren und Workshops sehr oft eine tiefe Ruhe einkehrt und damit ein erlebtes AHA-Erlebnis. Das kann zu echter Veränderung führen, das ist nachhaltig und hat nichts mit oberflächlichen Übungen zu tun die zu gar nichts führen.

Sie sind diesjähriger Referent auf unserem Deutschen Schulleitungskongress. Was möchten Sie den Schulleitungen schon im Vorfeld mitgeben?

Töteberg: Ich freue mich sehr auf die Offenheit der Schulleiter und bitte sie darum den Begriff der Achtsamkeit von einem professionellen Standpunkt aus zu definieren und einen Blick zu riskieren was damit alles in Zusammenhang steht (zum Beispiel Burnout, Stress, Routine die unglücklich macht etc. etc.)

Warum ist ein Ausgleich von Anspannung und Entspannung wichtig?

Töteberg: Wir alle wollen funktionieren, unseren Job gut machen, heile durch Corona kommen, und haben mit vielen Umständen zu tun, die sich spontan und situativen verändern. Die Balance zwischen geistiger und muskulärer Entspannung und zu großer Anspannung ist extrem wichtig und der Schlüssel dazu, dass sie nicht ausgebrannt sind oder ihren Beruf möglicherweise irgendwann gar nicht mehr mögen. Ich sage es noch einmal: Sport und auch ein Training ist oftmals auf der Basis von großer Verspannung keine wirkliche Hilfe, wir suchen doch tatsächliche seriöse Veränderung. Die kann man hier mit einfachsten Mitteln anstoßen.

Vielen Dank für das informative Interview, Herr Graf Töteberg!

Wenn Sie mehr zu dieser Thematik erfahren wollen, dann schauen Sie gerne auf unserer DSLK-Website vorbei, dort erhalten Sie weitere Informationen zu diesem und anderen Themenfelder, die auf dem DSLK behandelt werden. Bei Interesse schauen Sie doch auch bei dem diesjährigen DSLK-Programm vorbei!

Nach oben scrollen